Trinkwasserschutz durch weniger Dünger

Grundwasser ist die Quelle für unser Trinkwasser, daher muss es besonders geschützt werden. Beim Anbau von Getreide bringen Landwirte Stickstoffdünger in mehreren Gaben aus. Im Boden wird der Stickstoff zu Nitrat umgewandelt, das über das Grundwasser in die Trinkwasserbrunnen gelangen kann. Die Wasserschutz-Landwirte verzichten beim Anbau ihres Wasserschutz-Weizens auf die letzte Stickstoff-Gabe vor der Ernte. Weniger Dünger bedeutet, dass weniger schädliches Nitrat in das Grundwasser gelangen kann. So schützen die Landwirte aktiv unser Trinkwasser.

Gemeinsam für unsere Heimat und unser Grundwasser – wir sind dabei!

Nach dem erfolgreichen Projektstart 2014 in Unterfranken ist die Initiative Wasserschutz-Weizen mittlerweile in vier bayerischen Regierungsbezirken (Mittelfranken, Oberfranken, Unterfranken und Niederbayern) vertreten. Die Wertschöpfungsketten sind im Sinne der Regionalität für Franken und Niederbayern getrennt aufgebaut und alle teilnehmenden Akteure können unter „Regionale Partner“ nach dem jeweiligen Regierungsbezirk gefiltert werden. Im Folgenden werden jedoch die Eckdaten der Initiative insgesamt dargestellt:

Im Jahr 2025 verzichten insgesamt 44 bayerische Landwirtschaftsbetriebe beim Anbau ihres Wasserschutz-Weizens auf die letzte Stickstoff-Gabe vor der Ernte.

Für den im Rahmen der Initiative geernteten Wasserschutz-Weizen mit einem etwas geringeren Eiweißgehalt erhalten die teilnehmenden Landwirtinnen und Landwirte teilweise einen freiwilligen Ausgleich von ihrem örtlichen Wasserversorger. 2025 unterstützen insgesamt 19 Wasserversorger die landwirtschaftlichen Betriebe.

Der grundwasserschonend angebaute Weizen wird in einer Mühle aus der Initiative Wasserschutz-Weizen getrennt vermahlen und auch separat gelagert. Mittlerweile haben sich 9 Mühlen unserer Initiative angeschlossen. Anschließend wird dieses Mehl den teilnehmenden Bäckereien zur Verfügung gestellt. Aus dem weniger gedüngten Wasserschutz-Weizenmehl stellen die Bäckereien dank ihrer handwerklichen Kompetenz hochwertige Backwaren her.

Die Verwendung des Wasserschutz-Weizens, das handwerkliche Geschick und ein Bekenntnis zur Heimat vereinen die Bäckereien – zusammen mit den am Projekt teilnehmenden Landwirtschafsbetrieben, Mühlen und Wasserversorgern – zu dieser partnerschaftlichen Initiative.

Letztendlich entscheiden Sie als Kundinnen und Kunden an der Ladenkasse mit Ihrem Kaufverhalten darüber, wie Produkte erzeugt und verarbeitet werden. Durch den Genuss von Backwaren aus Wasserschutz-Weizen tragen Sie dazu bei, dass beim Anbau von Weizen weniger Nitrateinträge ins Grundwasser gelangen. Gleichzeitig unterstützen Sie die beteiligten Landwirtschaftsbetriebe, Mühlen und Bäckereien.

In unserer Verkaufsstellenübersicht finden Sie alle teilnehmenden Bäckereien inkl. Filialen, die aus Wasserschutz-Weizen hochwertiges Brot und andere leckere Backwaren herstellen. Bei insgesamt 50 Bäckereien mit circa 176 Verkaufsstellen (Stand Ende 2025) ist sicherlich auch eine Bäckerei in Ihrer Nähe dabei!