Kriterien

Landwirtschaft

  • Lage der Anbaufläche im Wassereinzugsgebiet einer öffentlichen Trinkwasserversorgung und/oder in wasserwirtschaftlich sensiblen Gebieten in Unter-, Ober- oder Mittelfranken sowie Niederbayern.
  • Verzicht auf Stickstoff-Spätdüngung, max. 160 kg N/ha/a
  • Verbot von Glyphosat ab der Ernte der Vorfrucht
  • Bestandsbeschilderung mit Feldtafeln

Mühlen

  • Lage der Mühle im Projektgebiet
  • Probenahme (Rohprotein, Feuchte, Hektoliter-Gewicht, Fallzahl bei Bedarf) vor Einlagerung
  • Getrennte Vermahlung, Lagerung, Auslieferung
  • Erfassung und Dokumentation der Getreide- und Mehlbestände

Bäckereien

Die Bäckereien können zu Beginn zwischen zwei Varianten wählen und selbst entscheiden, in welchem Umfang sie das Wasserschutz-Weizenmehl einsetzen möchten. Bei beiden Teilnahmeformen erhalten die Bäckereien entsprechende Kommunikationsmittel, um die Verbraucher auf die Initiative aufmerksam zu machen.

1. Wasserschutzbrot – Ein oder mehrere Brote werden mit Wasserschutz-Weizen gebacken:

  • Der gesamte Weizen, der im Wasserschutzbrot verwendet wird, ist Wasserschutz-Weizen.
  • Mindestanteil im Brot: 60% Wasserschutz-Weizen, nur dann darf das Brot als Wasserschutzbrot ausgelobt werden.
  • Das Wasserschutzbrot muss täglich und ganzjährig angeboten werden. Die Brotsorte kann gewechselt werden.

2. Wasserschutz-Bäckerei – Ein Teil des insgesamt verbrauchten Weizenmehls wird in der Bäckerei auf Wasserschutz-Weizenmehl umgestellt:

  • Mindestabnahmemenge: Mindestens 50% des gesamten Weizenmehls (Jahresbedarf) in der Bäckerei wird durch Wasserschutz-Weizenmehl ersetzt.
  • Die Auslobung von Wasserschutzbroten ist möglich, wenn mindestens 60% Wasserschutz-Weizenmehl im Brot enthalten ist.

Bitte beachten Sie:

  • Nach einem Jahr der Projektteilnahme ist die Variante „Wasserschutzbrot“ nicht mehr möglich, es muss eine Umstellung auf die Variante „Wasserschutz-Bäckerei“ erfolgen.
  • Das entsprechende Mehl muss aus einer der Vertragsmühlen stammen.